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Laut einer Studie setzen sich die großen Pharmaunternehmen mehr für den Zugang zu Medizin in Entwicklungsländern ein als noch vor zwei Jahren
Date:11/27/2012

AMSTERDAM, November 28, 2012 /PRNewswire/ --

Der jüngste "Access to Medicine Index", der die führenden 20 Pharmaunternehmen nach ihren Bemühungen beurteilt, ihre Medikamente in Entwicklungsländern besser zugänglich zu machen, stellte fest, dass die Branche in diesem Punkt besser abschneidet als noch vor zwei Jahren. GlaxoSmithKline übertrifft dabei weiterhin die anderen Unternehmen, doch immer mehr führende Pharmaunternehmen schließen auf.

     (Photo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20121128/579726 )

Der am Mittwoch veröffentlichte Index führt Johnson & Johnson als einen der stärksten Aufsteiger an; das Unternehmen konnte sich von der 9. Position und dem Mittelfeld im Index des Jahres 2010 in diesem Jahr auf den 2. Rang nur knapp hinter GlaxoSmithKline hocharbeiten. Das Unternehmen ist dabei einer der beiden Newcomer in den Top 3. Der Aufstieg ist im Wesentlichen der Konsolidierung seiner Aktivitäten in Hinblick auf die Verbesserung des Medikamentenzugangs unter einer einzigen Geschäftseinheit, was eine strategischere und stärker integrierte Vorgehensweise ermöglicht hat, sowie der Akquisition des Impfstoffherstellers Crucell zu verdanken, wodurch die Relevanz der Investitionen in Forschung und Entwicklung verbessert wurde. Zudem hat das Unternehmen auch insgesamt mehr über die Aktivitäten zur Verbesserung des Medikamentenzugangs bekannt gegeben.

"Der diesjährige Index zeigt, dass die Unternehmen bei ihren Bemühungen zur Verbesserung des Zugangs zu medizinischer Versorgung intern besser organisiert sind und jene, denen dies am besten gelingt, tendenziell auch in den anderen von uns erfassten Bereichen besser abschneiden. Die führenden Unternehmen legen die Latte immer höher", erklärte Wim Leereveld, Gründer und CEO des Access to Medicine Index. "Zudem ist es klar, dass Unternehmen, die ihre Anstrengungen nicht verstärken, von den Mitbewerbern überholt werden."

Der Access to Medicine Index ist eine unabhängige Initiative, die Einblicke darüber ermöglicht, was die weltweit führenden Pharmaunternehmen für die Millionen von Menschen in Entwicklungsländern tun, die keinen verlässlichen Zugang zu sicheren, wirksamen und erschwinglichen Medikamenten, Impfstoffen und anderen gesundheitsrelevanten Technologien haben. Er wird alle zwei Jahre veröffentlicht.

Darin werden Unternehmen in sieben Bereichen hinsichtlich ihres Engagements, ihrer Leistung, ihres Innovationsgrads und der Transparenz beurteilt, die als wesentlich für die Verbesserung des Zugangs zu medizinischer Versorgung erachtet werden. Die Unternehmen werden in Bezug auf mehr als 100 Faktoren in diesen Bereichen bewertet. Dazu zählen Fragen, wie etwa, ob sie neue Medikamente für nicht beachtete Krankheiten entwickeln, in welchem Ausmaß sie Bemühungen unterstützen oder boykottieren, um Generika ihrer Medikamente zu entwickeln und wie ihre Preisgestaltung in Entwicklungsländern aussieht. Lobbying-Aktivitäten, Marketing-Ethik und Produktspenden sowie andere wohltätige Aktivitäten werden ebenfalls berücksichtigt.

Ranking-Highlights: Wer tut am meisten?

GlaxoSmithKline führt den Index weiterhin mit einer geringfügigen Verbesserung seiner Performance seit 2010 an; in diesem Jahr wird das Unternehmen auf Platz 2 bzw. 3 knapp gefolgt von Johnson & Johnson bzw. Sanofi, die beide erstmals in die Top 3 gekommen sind. Ihr Ranking am stärksten verbessern konnte Merck KGaA, gefolgt von Johnson & Johnson und Bayer. AstraZeneca verzeichnete den stärksten Abstieg, gefolgt von Boehringer-Ingelheim, Novartis und Roche. Das untere Ende des Rankings bilden die japanischen Unternehmen Takeda, Daiichi und Astellas.

Allgemeine Trends

17 der 20 Unternehmen schneiden besser ab als im letzten Index aus dem Jahr 2010. Am oberen Ende der Skala erweiterte sich die Führungsgruppe von drei auf sieben Unternehmen, und der Unterschied zwischen dem Ergebnis der führenden Unternehmen im Index ist im Vergleich zu 2010 kleiner geworden. Gleichzeitig ist auch die Lücke zwischen den letztgereihten und den führenden Unternehmen kleiner geworden. Das ist insofern bemerkenswert, als der Index in diesem Jahr in mehreren Bereichen höhere Standards festgelegt hat.

Die Unternehmen entwickeln mehr Produkte für Krankheiten, die insbesondere die arme Bevölkerung der Welt betreffen, und arbeiten dabei stärker zusammen als noch vor zwei Jahren. Es werden mehr Ziele definiert, und bei manchen Unternehmen adressieren bis zu 20% der F&E-Produkte die Bedürfnisse armer Menschen. So etwa adaptiert Sanofi sein Leishmaniose-Medikament so, dass es nun von den Patienten zuhause selbst auf die Haut aufgetragen werden kann und nicht, wie bislang, von medizinischem Personal in Form von wiederholten Injektionen verabreicht werden muss. Johnson & Johnson wiederum arbeitet im Rahmen eines Kooperationsprojekts daran, einen einfachen, portablen und schnellen Screening-Test für Tuberkulose zu entwickeln, der nicht von medizinischem Personal durchgeführt werden muss, so dass die Patienten lediglich in ein Atemtestgerät husten müssen, um innerhalb von Minuten ein Ergebnis zu erhalten.

Zudem setzen immer mehr Unternehmen ein gestaffeltes Preissystem ein, um die Preise für bestimmte Länder oder Bevölkerungsgruppen innerhalb eines Landes zu senken. Dieses gestaffelte Preissystem wird auf immer mehr Produkte in immer mehr Ländern angewendet.

Dennoch gibt es weiterhin eine Vielzahl von Bereichen, in denen alle Unternehmen erhebliches Verbesserungspotenzial aufweisen. So etwa gilt es, mehr Transparenz in Bezug auf die Lobbying-Praktiken zu zeigen, die gestaffelten Preise auszuweiten, die Verpackung an die lokalen Anforderungen anzupassen, die Medikamentenspenden stärker am Bedarf auszurichten und zuzulassen, dass die klinischen Testdaten für die raschere Genehmigung von Generika in Entwicklungsländern verwendet werden dürfen.

Ein Bereich, in dem die aktuelle Performance der Branche weit hinter den Erwartungen des Index zurückbleibt, ist die Transparenz in Bezug auf das Outsourcing klinischer Tests an Contract Research Organisations (CROs). Unternehmen lassen klinische Tests in Entwicklungsländern oft von solchen Organisationen durchführen, doch kein Unternehmen zeigt öffentliche Transparenz über alle beauftragten CROs. Es liegt in der Verantwortung des Unternehmens, das Wohlergehen der Testteilnehmer durch entsprechende Sorgfalt bei der Auswahl dieser Auftragnehmer sicherzustellen, zu überwachen, wie die Tests von diesen Auftragnehmern durchgeführt werden und die Bereitschaft zu zeigen, Verhaltenskodizes mithilfe disziplinärer Maßnahmen umzusetzen. Doch lediglich vier Unternehmen (Merck & Co., Sanofi, GlaxoSmithKline und Eisai) lieferten den Nachweis, dass sie disziplinäre Maßnahmen zur Umsetzung der Verhaltenskodizes bei ihren CROs anwenden, um zu gewährleisten, dass die Tests ihrer Produkte sicher und ethisch erfolgen.

"Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist eine Herausforderung in vielerlei Hinsicht, und daher liegt die Verantwortung in Bezug auf Verbesserungen bei einer Reihe von Akteuren, doch der Pharmaindustrie kommt dabei eine ganz kritische Rolle zu. Während der Index zeigt, wie in vielen Bereichen Fortschritte erzielt wurden, führen uns Unternehmen mit branchenführenden Praktiken doch vor Augen, dass die Industrie noch mehr beitragen kann", so Leereveld.

Hinweise für Reporter:

Der "Access to Medicine Index" wird von der Access to Medicine Foundation veröffentlicht, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in den Niederlanden, die den Zugang zu Medizin in Entwicklungsländern verbessern möchte, indem die Pharmaindustrie ermutigt wird, mehr Verantwortung für die Verbesserung des Zugangs zu Medizin in weniger entwickelten Ländern zu übernehmen. Die Methode für den Index wurde in Absprache mit zahlreichen Stakeholdern einschließlich Weltgesundheitsorganisation, NGOs, Regierungen und Universitäten sowie 30 institutionellen Investoren entwickelt und wird laufend optimiert. Der Index wird durch die Bill & Melinda Gates Foundation, das niederländische Außenministerium und das British Department for International Development sowie andere karitative Einrichtungen finanziert.

Für die Beurteilung und das Ranking der Unternehmensleistungen für den Index 2012 war MSCI ESG Research zuständig, ein Unternehmen, das umweltrelevante, soziale und unternehmensbezogene Bewertungen, Screenings, Analysen, Benchmarking- und Compliance-Tools für Berater, Investment-Manager und Vermögensinhaber in aller Welt bereitstellt.

http://www.atmindex.org


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SOURCE Access to Medicine Foundation
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